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Die Verordnung · Kapitel IX: Übergangs- und Schlussbestimmungen

Artikel 60

Änderungen der Verordnung (EU) Nr. 648/2012

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  • VVoller Rahmen
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Verordnung (EU) 2022/2554 · Kapitel IX, Artikel 60 · gilt seit dem 17. Januar 2025 · Amtlicher Text bei EUR-Lex (CELEX 32022R2554)
Rechtsstand dieser Seite: 28. September 2026

Wortlaut

Amtliche deutsche Fassung, Verordnung (EU) 2022/2554, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union L 333 vom 27.12.2022. Verbindlich ist der dort veröffentlichte Wortlaut.

Die Verordnung (EU) Nr. 648/2012 wird wie folgt geändert:

  • 1.Artikel 26 wird wie folgt geändert:
    • a)Absatz 3 erhält folgende Fassung:

      „(3) Eine CCP muss dauerhaft über eine Organisationsstruktur verfügen, die Kontinuität und ein ordnungsgemäßes Funktionieren im Hinblick auf die Erbringung ihrer Dienstleistungen und Ausübung ihrer Tätigkeiten gewährleistet. Sie muss angemessene und verhältnismäßige Systeme, Ressourcen und Verfahren einsetzen, einschließlich IKT-Systemen, die gemäß der Verordnung (EU) 2022/2554 des Europäischen Parlaments und des Rates (*2) betrieben werden.

      (*2) Verordnung (EU) 2022/2554 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1060/2009, (EU) Nr. 648/2012, (EU) Nr. 600/2014, (EU) Nr. 909/2014 und (EU) 2016/1011 (ABl. L 333 vom 27.12.2022, S. 1).“ "

    • b)Absatz 6 wird gestrichen;
  • 2.Artikel 34 wird wie folgt geändert:
    • a)Absatz 1 erhält folgende Fassung:

      „(1) Eine CCP hat eine angemessene Geschäftsfortführungsleitlinie sowie einen Notfallwiederherstellungsplan — der eine IKT-Geschäftsfortführungsleitlinie und IKT- Reaktions- und Wiederherstellungspläne umfasst, die nach der Verordnung (EU) 2022/2554 aufgestellt und umgesetzt werden — festzulegen, umzusetzen und zu befolgen, mit dem Ziel eine Aufrechterhaltung der Funktionen der CCP, eine rechtzeitige Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs sowie eine Erfüllung der Pflichten der CCP zu gewährleisten.“

    • b)Absatz 3 Unterabsatz 1 erhält folgende Fassung:

      „(3) Um die einheitliche Anwendung dieses Artikels zu gewährleisten, erarbeitet die ESMA nach Anhörung der Mitglieder des ESZB Entwürfe für technische Regulierungsstandards, in denen der Mindestinhalt und die Anforderungen an die Geschäftsfortführungsleitlinie und an den Notfallwiederherstellungsplan, unter Ausschluss der IKT-Geschäftsfortführungsleitlinie und der Pläne für Notfallwiederherstellung, festgelegt werden.“

  • 3.Artikel 56 Absatz 3 Unterabsatz 1 erhält folgende Fassung:

    „(3) Um die einheitliche Anwendung dieses Artikels zu gewährleisten, erarbeitet die ESMA Entwürfe für technische Regulierungsstandards, in denen die Einzelheiten des in Absatz 1 genannten Antrags auf Registrierung festgelegt werden, mit Ausnahme der Anforderungen im Zusammenhang mit dem IKT-Risikomanagement.“

  • 4.Artikel 79 Absätze 1 und 2 erhält folgende Fassung:

    „(1) Ein Transaktionsregister ermittelt Quellen operationeller Risiken und minimiert diese Risiken durch die Entwicklung angemessener Systeme, Kontrollen und Verfahren, einschließlich IKT-Systemen, die gemäß der Verordnung (EU) 2022/2554 betrieben werden.

    (2) Ein Transaktionsregister hat eine angemessene Geschäftsfortführungsleitlinie und einen Notfallwiederherstellungsplan — einschließlich einer IKT-Geschäftsfortführungsleitlinie und IKT-Reaktions- und Wiederherstellungsplänen, die nach der Verordnung (EU) 2022/2554 eingerichtet werden — festzulegen, umzusetzen und zu befolgen, mit dem Ziel, die Aufrechterhaltung der Funktionen des Transaktionsregisters, die rechtzeitige Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs sowie die Erfüllung der Pflichten des Transaktionsregisters zu gewährleisten.“

  • 5.Artikel 80 Absatz 1 wird gestrichen;
  • 6.Anhang I Abschnitt II wird wie folgt geändert:
    • a)Die Buchstaben a und b erhalten folgende Fassung:
      • „a)Ein Transaktionsregister verstößt gegen Artikel 79 Absatz 1, wenn es nicht die Quellen betrieblicher Risiken ermittelt bzw. diese Risiken nicht durch die Entwicklung angemessener Systeme, Kontrollen und Verfahren, einschließlich IKT-Systemen, die gemäß der Verordnung (EU) 2022/2554 betrieben werden, minimiert.
      • b)Ein Transaktionsregister verstößt gegen Artikel 79 Absatz 2, wenn es nicht eine angemessene Geschäftsfortführungsleitlinie und einen Notfallwiederherstellungsplan, die nach der Verordnung (EU) 2022/2554 eingerichtet werden, festlegt, umsetzt oder aufrechterhält, mit dem Ziel, die Aufrechterhaltung der Funktionen des Transaktionsregisters, die zeitnahe Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs sowie die Erfüllung der Pflichten des Transaktionsregisters zu gewährleisten.“
    • b)Buchstabe c wird gestrichen;
  • 7.Anhang III wird wie folgt geändert:
    • a)Abschnitt II wird wie folgt geändert:
      • i)Buchstabe c erhält folgende Fassung:
        • „c)eine Tier 2-CCP verstößt gegen Artikel 26 Absatz 3, wenn sie nicht dauerhaft über eine Organisationsstruktur verfügt, die Kontinuität und ein ordnungsgemäßes Funktionieren im Hinblick auf die Erbringung ihrer Dienstleistungen und Ausübung ihrer Tätigkeiten gewährleistet, oder wenn sie keine angemessenen und geeigneten Systeme, Ressourcen und Verfahren einsetzt, einschließlich IKT-Systemen, die gemäß der Verordnung (EU) 2022/2554 (DORA) betrieben werden;“
      • ii)Buchstabe f wird gestrichen.
    • b)in Abschnitt III erhält Buchstabe a folgende Fassung:
      • „a)eine Tier 2-CCP verstößt gegen Artikel 34 Absatz 1, wenn sie keine angemessene Geschäftsfortführungsleitlinie und keinen Reaktions- und Wiederherstellungsplan, die nach der Verordnung (EU) 2022/2554 eingerichtet werden, festlegt, umsetzt und befolgt, mit dem Ziel, eine Aufrechterhaltung der Funktionen der CCP, eine rechtzeitige Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs sowie eine Erfüllung der Pflichten der CCP zu gewährleisten, wobei ein solcher Plan zumindest eine Wiederherstellung aller Transaktionen zum Zeitpunkt der Störung ermöglichen muss, sodass die CCP weiterhin zuverlässig arbeiten und die Abwicklung zum geplanten Termin vornehmen kann;“

Neben jedem Absatz steht ein . Ein Klick darauf setzt die Adresse genau dieses Absatzes in die Adresszeile, zum Kopieren in Ihre eigene Richtlinie, eine Vorlage oder ein Prüfungsprotokoll. Verweise auf andere Artikel dieser Verordnung sind verlinkt.

Worum es geht

Artikel 60 ändert EMIR. Zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister betreiben ihre IKT-Systeme künftig nach DORA; ihre Geschäftsfortführungsleitlinien und Notfallwiederherstellungspläne umfassen die IKT-Teile nach DORA.

Mehrere bisherige Absätze werden gestrichen; die Anforderungen sind nicht entfallen, sondern in DORA verschoben.

In der Praxis

Die gestrichenen Absätze sind die eigentliche Nachricht

Artikel 34 Absatz 3 EMIR verlangt von der ESMA künftig technische Regulierungsstandards zur Geschäftsfortführung unter Ausschluss der IKT-Teile. Dasselbe Muster bei den Transaktionsregistern.

Wer als zentrale Gegenpartei oder Transaktionsregister mit zwei Regelwerken arbeitet, sollte die Trennlinie kennen: IKT nach DORA, alles andere weiter nach EMIR. Doppelungen an der Nahtstelle sind der häufigste Fehler.

Häufige Fragen zu Artikel 60

Was ändert DORA an EMIR?

Artikel 60 DORA ändert die Verordnung (EU) Nr. 648/2012 an mehreren Stellen: Zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister setzen IKT-Systeme ein, die nach der Verordnung (EU) 2022/2554 betrieben werden; ihre Geschäftsfortführungsleitlinien und Notfallwiederherstellungspläne umfassen die nach DORA aufgestellten IKT-Teile. Mehrere bisherige Absätze werden gestrichen, und die Mandate der ESMA für technische Standards schließen IKT-Aspekte künftig aus.

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Stand: 28. September 2026